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Alpha-Liponsäure

Es handelt sich dabei um eine schwefelhaltige Fettsäure, die auch Thioctsäure genannt wird. Sie scheint essentiell zu sein, das heißt, daß sie regelmäßig zugeführt werden muß.
Normalerweise wird sie durch eine fleischhaltige Ernährung rausreichend zugeführt. Die höchsten Konzentrationen finden wir wieder in der Leber und im Herzmuskel.

Thioctsäure hat ihren Wirkansatz sowohl in Verbindung mit Vitamin B1 als auch in der Synthese von Carbonsäuren. Aufgrund der chemischen Struktur ist sie auch ein sogenanntes Redox - Katalysator - System, d.h. dass sie Elektronen zur Energiegewinnung in der Zelle übertragen kann.
Mangelerscheinungen sind wie bei den anderen Vitaminoiden auch für die Alpha - Liponsäure nicht bekannt. Allerdings hat sich zum Beispiel beim langjährigen Diabetiker mit zunehmenden Nervenstörungen die regelmäßige zusätzliche Gabe sehr bewährt.

Der Einsatz bei Polyneuropathien unklarer Ursache hat sich zumeist positiv auf den Heilungsverlauf ausgewirkt und z.B. die Nervenleitung deutlich verbessert. Gefühlsstörungen vor allem in den Beinen sprechen gut auf eine Thioctsäurebehandlung an.
Für den Leberstoffwechsel spielt sie eine große Rolle und wird gern als sogenanntes Leberschutztherapeutikum eingesetzt. In der Schwermetallausleitung kann Thioctsäure neben anderen Therapeutika wirkungsvoll eingesetzt werden.

Die Dosierungen liegen für die zusätzliche Aufnahme bei 300 - 500 mg pro Tag. Spricht eine Erkrankung wie vor allem die Polyneuropathie nicht gut auf die orale Aufnahme an, sollte zunächst für ca. 2 Wochen einer intravenösen Therapie der Vorzug gegeben werden.