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Biotin - Vitamin H

Biotin wird als wasserlösliches Vitamin zum B - Komplex gerechnet. Nach schulmedizinischer Ansicht gibt es keine Mangelerscheinungen, weil es in vielen Nahrungsmitteln in ausreichender Menge vorkommt und der Bedarf relativ gering ist. Trotzdem profitieren Rekonvaleszente oder Ältere von einer zusätzlichen Aufnahme. Es ist ein Ko-Faktor in verschiedenen Enzymen des Fettsäure- und Aminosäurenstoffwechsels und bei der Bildung von Glucose im Körper.

Die tägliche Zufuhr von Biotin liegt nach den Empfehlungen der DGE zwischen 30 - 100 mg. Die internationale Literatur nennt keine konkreten Zahlen. Nebenwirkungen durch Überdosierungen sind nicht bekannt.

Werbach nennt als Hinweise auf möglichen Biotinmangel Zuckerstoffwechselstörungen und vor allem seborrhoische Hauterkrankungen oder Neurodermitis. Haarausfall und Nagelwachstumsstörungen sprechen genauso auf Biotingaben an wie psychische Störungen einen Behandlungsversuch rechtfertigen.

Kleinkinder mit starkem Ekzem profitieren von einer Kur mit sehr hohen Biotinmengen bis zu 40 mg, wie man sie z.B. mit Gabe von weich gekochten Eigelben mehrfach am Tage und Gabe frischer geriebener (ökologischer) Kalbs - Leber durchführen kann.

Bei Non Respondern - ohne Therapieerfolg an der Haut - sollten zusätzlich Vitamin B-Komplexe nach M. Werbach mehrfach wöchentlich intramuskulär injiziert werden.