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Chronische Darmstörungen

Darmstörungen

Liegt aufgrund unserer Ernährung und unseres Verhaltens dauerhaft eine Störung der physiologischen Darmverhältnisse vor, kommt es zu chronischen Darmentzündungen, die leider in der leichteren Form bei der aufmerksamen gastroenterologischen Spiegelung nur als sogenannte "unspezifische Rötung ohne Befund" auffallen. 

Bei der manuellen Untersuchung des Bauches fällt aber sofort der reflektorische muskuläre Hartspann oder eine Lähmung der Bauchdecke sowie die Druckschmerzhaftigkeit der verschiedenen Darmanteile auf. Außerdem springt die Haltungs - Typisierung nach F.X. Mayr jedem Interessierten sofort ins Auge.
Ist der chronische Darmprozeß weiter fortgeschritten, kommt es zu den später beschriebenen Störungen der die Bauchhöhle umgebenden Muskulatur.

Ein sichtbares Zeichen für massive Darmstörungen kann bei der Dickdarmspiegelung beispielsweise die starke Verlängerung des Dickdarms sein, die häufiger gefunden wird.
Als Ursache dafür erscheint nur logisch, daß die erschlaffte Längsmuskulatur des Dickdarms diese extreme Verlängerung und ein Durchhängen der quer verlaufenden Anteile im Oberbauch zuläßt. Diese Erschlaffung ist nach meiner Interpretation auf eine vom Darm nicht mehr zu kompensierende Dauerbelastung mit Giftstoffen wie chemischen Nahrungsmittelzusätzen sowie mit Stoffwechselgiften einer dysbiotischen Darmflora zu erklären.

Weiteres Zeichen für einen solchen Prozeß ist die Divertikulose, die im Dickdarm als kleine, oft kotgefüllte Aussackungen der Darmwand bei der Spiegelung sichtbar wird.
Langfristig führt eine derartige lokale Gewebeveränderung zur Divertikulitis, die gelegentlich sehr schnell in eine massive Entzündung mit Dickdarmdurchbruch umschlagen kann. Das Krankheitsbild kann sich, abhängig vom Alter, u.U. lebensbedrohlich entwickeln.
Im Gegensatz zur deutschen Schulmedizin kann man sehr wohl davon ausgehen, daß Patienten z.B. mit einer Colitis ulcerosa ursächlich geholfen werden kann.

Werbach referiert dazu Studien, die darauf hinweisen, daß eine derartige Erkrankung bei den traditionell ernährten schwarzafrikanischen Völkern südlich der Sahara nahezu unbekannt sei, während unter moderner Kost die Weißen der Nordhalbkugel besonders unter diesen Erkrankungen leiden.

Desgleichen zitiert Werbach Studien zum Morbus Crohn, die den heilenden Langzeiteffekt einer faserreichen kohlenhydratreichen, jedoch zuckerfreien Diät beschreibt.

80 % der Studienteilnehmer ohne Zucker gesundeten subjektiv und nach den Labordaten innerhalb von ca. 1 ½ Jahren. 40 % einer Kontrollgruppe mit täglichem Zuckerkonsum mußten die Studie wegen massiver Verschlechterungen des Allgemeinzustandes und Erhöhung der Stuhlfrequenz abbrechen. Das deckt sich mit meinen eigenen Erfahrungen bei chronischen Darmerkrankungen. Eine Candida - Therapie mit einer mindestens 6 - wöchigen zuckerfreien Diät führt in der Regel zu einer deutlichen Verbesserung des Befindens, zu normalen Stuhlfrequenzen und zur einer Verbesserung oder Normalisierung der zuvor hoch pathologischen Labordaten.

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Reaktionen

  1. Verminderung der Bauchatmung durch Blockierung der Bauchmuskulatur auf neurogenem Wege als Reaktion auf eine lokale Darmreizung.
  2. Verminderte Zwerchfellatmung durch neurogene Blockierung als Reaktion auf lokale Darmreizungen.
  3. Regulationsstörungen durch tägliche Sauerstoffverluste nach folgender Rechnung: pro Atemzug ca. 100 ml macht pro Minute bei 12 Atemzügen 1200 ml mit ca. 20 % O2, das sind mehr als 200 ml O2 pro Minute in der Lunge. Bei einer Nettoentnahme aus der Lunge von ca. 6 % sind das 12 ml reiner Sauerstoff pro Minute. Hochgerechnet auf den Tag sind es knapp 20 l reiner Sauerstoff, die dem Organismus zur Arbeit fehlen!
  4. Verminderte Darmmobilität aufgrund der fehlenden bzw. eingeschränkten "Kolbentätigkeit" des Zwerchfells, das sonst durch die andauernden Auf- und Ab- Bewegungen den Bauchinhalt in ständiger Bewegung hält.
  5. Verminderte Sauerstoffversorgung und Durchblutung des Darmes durch erhöhten Bauchinnendruck sowie durch verminderte Sauerstoffsättigung bei verringertem Atemzugvolumen.
  6. Durch fehlenden Sauerstoff im Darm bei abgeschwächter Beweglichkeit des Darmes Zunahme der unphysiologischen Darmbakterien.
  7. Verminderte Sauerstoffversorgung und Durchblutung aller Gewebe im Körper mit der Konsequenz, daß sauerstoffabhängige Stoffwechselprozesse zur Entschlackung der Gewebe oder Hormonsynthesen zunehmend behindert und gestört werden.
  8. Fortschreitende Entgleisung der physiologischen Stoffwechselvorgänge im Gewebe mit der Entwicklung chronischer Erkrankungen von Asthma über Colitis, von Neurodermitis bis zu Autoimmunerkrankungen wie Fibromyalgie oder Rheuma und letztendlich eventuell Krebs.

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Praxisfälle

  1. Verminderte Mobilität des Rückens oder der Schulter durch Blockierung bzw. Anspannung der Rückenmuskulatur auf neurogenem Wege bei Darmstörungen.
  2. Durch Dauerkontraktion bestimmter Anteile der Rückenmuskulatur Wirbelsäulenblockierungen bis hin zu Bandscheibenvorfällen als Ausdruck langdauernder maximaler Kompression durch die anliegende (autochtone) Rückenmuskulatur des betroffenen Segmentes.
  3. Durch Stoffwechselgifte fakultativ pathogener Keime oder unphysiologische chemische Zusatzstoffe der Nahrung verursachte Störungen in der Zellmauserung verschiedener Gewebe (trophische Störungen) mit der Entwicklung von Krankheitsbildern wie z.B.
  • Neurodermitis - aufgrund einer hohen Darmpilzbelastung mit Candida albicans mit Lebensmittelfarben - Exzeß. ( Praxisfälle )
  • "Nagelpilze" der Zehennägel, die auf Pilztherapien der Nägel nicht ansprechen, wobei der Schulmediziner zumeist Behandlungsfehler / Noncompliance des nicht an seiner Gesundheit interessierten Patienten unterstellt. ( Praxisfälle )
  • ca. 9 x 9 cm offene Wunde der linken Hand seit mehr als 10 Jahren. Die Hand näßte oder blutete im Wechsel und hatte der universitären Cortisonbehandlung auch widerstanden. Nach 3 Wochen Kostumstellung unter Candida - Therapie war die "Nickelallergie links" verheilt.( Praxisfall )
  • Gebärmuttermundkrebs durch Dauerbelastung der Scheide mit Stoffwechselgiften unterschiedlichster unphysiologischer Keime wie Chlamydien, Colibakterien, Klebsiellen, Trichomonaden, Aminkolpitis usw. oder Zigarettengiften der Raucherin ( englische Studie aus 1993 )
  • Unfruchtbarkeit von Mann und Frau durch Blockierung der Hormonsynthese in den Gonaden durch Störfeldentwicklung im Kleinen Becken, z.B. des Darms oder der Eierstöcke ( 6 Praxisfälle )
  • Tumorentwicklung des Hodens als Reaktion auf eine Candidose in Verbindung mit einer Fehlernährung eines zweimal in der Universität voroperierten Patienten, der zur Kastration anstand! ( Praxisfall )
  • Virusansiedelung in einem Hüftgelenk mit der Folge eines therapieresistenten Schmerzsyndroms, das zu mehrfachen großen Hüftgelenk - Operationen Anlaß gab. Ursächlich war auch in diesem Praxisfall eine Candidose in Verbindung mit einer Fehlernährung. ( Praxisfall )
  • Fixes Arzneimittelexanthem der Haut aufgrund einer Darmbelastung mit den Inhaltsstoffen eines Arzneimittels. Dabei wird der Wirkstoff häufig toleriert, während die zahlreichen produktions-technischen Zusatzstoffe die Unverträglichkeit auslösen oder unterhalten. ( Praxisfälle )
  • Hyperkinetisches Syndrom durch Belastungen mit chemischen Fremdstoffen aus der Ernährung oder unter chronischer Darminfektion ( Praxisfälle )
  • Kindlicher Epileptischer Anfall durch Süßigkeitenexzeß bei Kindergeburtstag ( Praxisfall )
  • Denkstörungen durch latenten Mangel an hypoallergenen orthomolekularen Substanzen infolge von Resorbtionsstörungen des Darmes ( Praxisfälle )
  • Blutbildungsstörungen durch Vitamin- und Folsäuremangel als Folge einer chronischen Magen - Darmstörung ( Praxisfälle )

Die Liste ließe sich beliebig weiter ausbauen. Wer unter dem Aspekt der regulativen Medizin die inneren Zusammenhänge aufzuspüren versucht, wird auch in scheinbar aussichtslosen oder therapieresistenten Fällen oft erfolgreich behandeln können.

Dabei steht nicht das langfristige Management von Krankheiten mit dem Ziel einer Dauerbehandlung von Patienten, am besten noch parallel durch verschiedene Fachgruppen, im Zentrum der Bemühungen, sondern Heilung.

Wer den für jeden Patienten individuellen Kausalansatz seiner Erkrankung gefunden hat, wird ähnlich der Homöopathie durch nahezu eine einzige Maßnahme eine Vielzahl unterschiedlicher Symptome oder Syndrome auf einmal heilen.

Wenn immer wieder Mitursachen für eine schwere Grunderkrankungen ausgeschaltet werden können, wird es zwar insgesamt zu einer deutlichen Besserung des Allgemeinzustandes des Patienten kommen, eine Heilung kann auf diesem Wege jedoch leider nicht eintreten. (siehe auch Schema Krankheitsentstehung)

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Ursachen

  • Nach einer Antibiotikatherapie ohne eine anschließende Symbioselenkung sind die Verhältnisse im Darm meist gestört. Resistente krankmachende Darmkeime wie Enterokokken, Klebsiellen, Amöben, Candidapilze usw. stören dann das Gleichgewicht und die regelrechte symbiotische Verdauung.
  • Treiben wir bei überwiegend sitzender Arbeit ohne Bewegung an frischer Luft keinen Sport und fahren kaum noch mit dem Fahrrad, dann ist die Durchblutung mit Sauerstoff angereichertem Blut im Darm nicht ausreichend. Krankmachende Keime, die ohne Sauerstoff gut zurecht kommen, vermehren sich stark, bilden ihre eigenen Dys - Symbiosen und schädigen die Verdauung mit für uns dysbiotischen Stoffwechselgiften.
  • Durch eine gesunde Zwerchfellatmung baut sich ein ständig wechselnder Druck im Bauch- und Brustraum auf. Das führt bei der Einatmung zu einem Überdruck im Bauch mit gleichzeitigem Unterdruck in der Brusthöhle. Dadurch werden einerseits die Bauchorgane unter erhöhten Druck gesetzt und wie Schwämme ausgedrückt. Dabei wird der Blutfluß aus den Bauchorganen zum Herzen kurzfristig vermehrt und beschleunigt.
  • Bei der Ausatmung steigt der Druck im Brustraum, so daß sich die Blutzufuhr zum Herzen bei sinkendem Druck im Bauch verlangsamt. Die Organe des Bauches speichern jetzt Blut. Sie pulsieren also ca. 10 - 15 mal pro Minute entgegengesetzt zur Atmung. Gleiches geschieht mit den umgebenden Weichteilen und z.B. mit den Becken- und Schädelverbindungen der Knochen.
  • Essen wir überwiegend schädigende Zusatzstoffe mit unserer Nahrung, wie sie heute leider auch oft im Brot, im Käse, in der Wurst, vor allem aber in allen süßen Dingen von Schokolade bis zum Fertigjoghurt enthalten sind, zerstören wir die gesunde Darmflora aktiv, wie wir das z.B. auch durch die geschluckten Schadstoffe des Rauchens tun können.
  • Trinken wir regelmäßig zu viel Kaffee, Cola, geschwefelten Wein, unbekömmliches Bier, kalorienreduzierte bzw. aromatisierte Getränke oder künstliche Multivitaminsäfte, dann fehlt uns das in allen Geweben dringend benötigte Lösungsmittel des Körpers ? das reine klare Wasser!
  • Nehmen wir bei Magenschmerzen Medikamente, um z.B. die Übersäuerung des Magens künstlich zu unterdrücken, dann greifen wir aktiv in körpereigene Warnmechanismen ein. Der Magen wird überreizt durch Stoffe, die ihm nicht bekommen. In dieser Situation ist Nachdenken über das Gegessene und Getrunkene angesagt, um zukünftig solche Speisen zu meiden.
  • Nur wer sich diese Gedanken zur eigenen Gesundheit macht, gehört nicht zu den inzwischen mehr als 30 % Bundesbürgern, die in den letzten 20 Jahren einen geschwächten Magenschließmuskel mit Rückfluß der Säure in die Speiseröhre entwickelt haben. Tendenz steigend zur Freude der Darmspezialisten!
  • Bei der meist überflüssigen bis schädlichen Fiebersenkung wird auch viel zu oft die hilfreiche Abwehrreaktion des Körpers unterdrückt, so daß möglicherweise auch von daher eine Vermehrung der Dysbiosen des Darmes und eine Zunahme der Allergien zu verstehen sind.

Gesunder Darm macht Doktor arm!

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F.X.Mayr-Griff

Bei Beurteilung der typischen Haltungsbilder nach F.-X. Mayr haben wir neben der gekonnten Bauchuntersuchung unter anderem einen für den Patienten meist sehr beeindruckenden Handgriff, um die jeweiligen Auswirkungen der Darmstörung sichtbar zu machen.

Greift der hinter dem Patienten stehende Therapeut mit beiden Händen unter die Bauchschürze des Patienten und hebt den Darm an, kann der Patient den Kopf beidseits wesentlich weiter zu den Schultern rotieren.

Der Zuwachs an Bewegungsfreiheit der Halswirbelsäule ist direkt abhängig von Ausmaß und Schwere der vorliegenden Darmstörung.

Ein akuter rheumatischer Schiefhals ist meistens innerhalb von ca. 20 Minuten durch gekonnte Bauch- und Darmmassage im Sinne einer visceralen Osteopathie schonend zu deblockieren!
Wenn Patient und Therapeut diese sanften Wechselwirkungen selber erlebt haben, werden chirotherapeutische Eingriffe an der Wirbelsäule mit größerem Kraftaufwand kritisch beurteilt.

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