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Allgemeine Fettklassifizierung und Qualitätsbewertung

Fette bestehen aus einem Grundgerüst aus Glycerin mit drei gleichartigen oder verschiedenen Fettsäuren. In der industriellen Verarbeitung der Pflanzenöle und tierischen Fette werden die natürlichen Eigenschaften der Ausgangsstoffe oft als hinderlich empfunden, so daß Fette bei uns meist in raffinierter Form in den Handel kommen.
Bei der Raffination, d.h. bei der Auflösung der essentiellen Doppelbindungen, entstehen auch sogenannte Transfette.
Transfette sind räumlich spiegelbildlich aufgebaut, so dass sie nicht an den dafür vorgesehenen Plätzen in Membranen oder Geweben eingebaut werden können.
Sie stören den geordneten Aufbau der Zellwand, wie ein Feldstein in einer sauber gearbeiteten Ziegelwand eine Störung der optischen Ordnung und der Wärmeleitung verursachen würde.
Damit geht auch eine Störung der Zellfunktionen einher, wenn sich zu viele Störzonen im Gewebe befinden.
Der menschliche Stoffwechsel kann Transfette nicht verarbeiten und lagert sie deshalb in Depots, die langfristig krank machen.

Nicht erwünschte Eigenschaften der Ausgangsstoffe der Nahrungsfett - Raffination können sein:

  • ranziger Geschmack angedorbener Ware
  • arttypisch unangenehmer, z.B. beißender Geschmack wie beim Rapsöl
  • unschöne Farbe und Trübungen
  • Fischgeschmack z.B. bei Fischölen und Tran
  • fehlende Festigkeit bei Streichfettproduktion usw.

Wichtig zu wissen ist, daß Pflanzenfette bei Raumtemperatur immer mehr oder minder dünnflüssig sind. Bei tierischen Fetten ist die Dünnflüssigkeit z.B. von Enten - oder Gänseschmalz bekannt, während z.B. Rindertalg wegen seiner Härte nicht streichfähig ist.
Die Margarineindustrie hat heute allerhand technische Tricks, um auch wenig appetitliche Öle und Fette zu scheinbaren Delikatessen umzuwandeln, wobei weder der Einsatz von benzolartigen Lösungsmitteln zur Fettextraktion noch die künstliche Auflösung der lebenswichtigen Doppelbindungen der Fettsäuren und die Schönung durch Färbung und inzwischen sogar der Zusatz von Emulgatoren zum teuren Einbringen und Verkauf von Wasser in sogenannten fettreduzierten Fetten gescheut werden.
Vor diesem Hintergrund sollte jeder Verbraucher sich fragen, was er sich antut mit der Wahl seiner Speisefette und Öle!
Aus naturheilkundlicher Sicht ist vor jeder Form raffinierter Fette von der Margarine bis zum gehärteten Palmöl nur zu warnen! Es gibt keine tatsächlich gesunde Margarine!
Testen Sie das angenehme Aroma natürlicher kaltgepreßter Öle oder guter Butter - und genießen Sie die pure Natur!
Als gesund sind in der Regel alle natürlichen kaltgepreßten Öle von der Olive über Nußöle bis hin zum altbekannten Leinöl anzusehen, das jedoch stets möglichst frisch sein sollte wegen des leicht ranzig werdenden Geschmacks bei Sauerstoffoxidation.
Gesund sind auch die Fette tierischen Ursprungs, wenn die Tiere naturnah gehalten und gefüttert wurden.
Sind die Tiere allerdings in der Intensivhaltung einer Dauerbehandlung mit Psychopharmaka zum Streßabbau und mit Antibiotika zur Optimierung der Gewichtszunahme ausgesetzt, kann man schwerlich gesundes Fleisch und gesundes rückstandsfreies Fett erwarten!