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Kupfer

Kupfer steht in enger Wechselbeziehung zum Eisen, was besonders bei chronischen Entzündungen auffällig ist. Dabei fällt das Eisen längerfristig ab, während das Kupfer scheinbar stark ansteigt. Dieses Bild entsteht jedoch maßgeblich durch Verschiebungen der Spurenelementedepots von intra - nach extrazellulär und damit in die Blutbahn.

Das Gesamt - Kupfer in unserem Körper liegt zwischen ca. 80 bis 150 mg. Eine unserer hauptsächlichen Quellen ist das Trinkwasser, das aus den vorhandenen Kupferleitungen in vielen Neubauten fortlaufend Kupfer auswäscht.

Derartige mögliche Kupferbelastungen sind jedoch relativ einfach dadurch zu vermeiden, daß man vor allem das morgendliche Tee - oder Kaffeewasser erst dann entnimmt, wenn man aus der gleichen Entnahmestelle zuvor z.B. das Waschwasser entnommen hat. Bei Bedarf könnte eine Laboruntersuchung auf Kupfer im Morgenwasser Klarheit schaffen.

Weiteren Schutz gegen eine Kupferüberlastung gibt eine reichliche regelmäßige Zink- und Manganzufuhr in Verbindung mit Vitamin C, die eine übermäßige Kupferaufnahme im Darm ziemlich sicher unterbindet.

Bei einem Kupfermangel kommt es zu einer bestimmten Form der Blutarmut, da ohne ausreichendes Kupfer auch das Eisen vom Darm nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden kann.
Wenn bioenergetisch z.B. im Applied Kinesiology - Test ein Kupfermangel nachgewiesen wird, sollte u.U. eine Serumkontrolle vorgenommen werden, um die aktuellen Kupferwerte zu sichern.
Bei Infekten kann eine kurzfristige Kupfergabe hilfreich sein, bei Vorliegen einer Blutarmut ist ein Behandlungsversuch meist angezeigt.

Der mittlere Kupfer - Tagesbedarf wird mit 1 bis 3 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa mit Normalkost liegt bei ca. 1 -2 mg, bei Vollwertiger Kost auch höher bis 5 mg.

Eine zusätzliche Kupfergabe kann z.B. bei Anämie, hormoneller Regulationsstörung, bei chronischen Entzündungen wie Rheuma oder bei allgemeiner Infektanfälligkeit gerechtfertigt sein.
Die tägliche Gabe sollte zwischen 2 bis 4 mg für ca. 4 - 6 Wochen liegen. Eine Kombination mit anderen fehlenden Mikronährstoffen ist meistens angezeigt.