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Selen

In die Klasse der sogenannten Antioxydantien fällt das bekannt wichtige Selen. Der Gesamtkörperbestand an Selen liegt zwischen 10 bis 15 mg.
Selen zeichnet sich vor allem auch als Neutralisator bei Schwermetallbelastungen aus, wobei es in Reaktion z.B. mit dem Amalgamquecksilber im Körper das schwerlösliche Quecksilber - Selenit - Salz bildet.
Dieser Komplex bleibt allerdings im Gewebe liegen und ist dadurch nur zeitweise neutralisiert. Kommt es zu einer neuerlichen Selenverarmung des Körpers, so können die Giftwirkungen der Schwermetalle wieder in alter Form auftreten.
Durch diese chemische Selenit-Reaktion wird die Giftigkeit von Blei, Quecksilber oder Cadmium im Nervensystem wahrscheinlich nur zeitweise wirklich abgeschwächt.
Bei Betrachtung derartiger Wechselwirkungen ist der Selen - Schutz gegen Krebs, Rheuma, toxischen Lebererkrankungen und Herzerkrankungen, aber auch gegen Grauen Star oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen leicht verständlich.
Ganz allgemein kann von einer Stärkung der Immunabwehr durch Selen ausgegangen werden.
Selen wird über die Normalkost aufgenommen, wobei in Mitteleuropa eine starke Selenverarmung der Böden vorliegt, so daß eine ausreichende Versorgung nicht anzunehmen ist.

Der mittlere Selen - Tagesbedarf wird mit 0,05 bis 0,4mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa in Normalkost liegt bei ca. 0,04 bis 0,06 mg. Daraus ergibt sich die zwingende Notwendigkeit für eine regelmäßige zusätzliche Aufnahme von Selen.

Zu empfehlen sind regelmäßig 4 Wochen Seleneinnahme mit 0,2 bis 0,4 mg Selen pro Tag im Wechsel mit jeweils einer 4 - wöchigen Pause, so daß übers Jahr etwa 6 Monate lang Selen zusätzlich aufgenommen werden kann. Dies ist besonders wichtig bei Vorliegen der obigen Erkrankungen, aber auch z.B. bei einer umfassenden Amalgamversorgung der Zähne.
Das Quecksilber aus dem Amalgam hat bekanntermaßen eine Halbwertzeit im Nervengewebe von 20 bis 25 Jahren, d.h. daß jemand, der im Alter von 25 Jahren oder später mehr als 3 Zähne mit Amalgam versorgt hatte, mit einer fraglichen Schwermetallbelastung leben muß.
Wie hoch diese Belastung tatsächlich ist, kann man nur nach einem Dimaval - Schwermetall - Blut - Test und den entsprechenden Urinuntersuchungen sagen. Nur durch eine solche Untersuchung ist die Frage nach der Belastungshöhe im Körper sicher zu beurteilen.
Der oft zitierte Kaugummitest sagt leider gar nichts aus, weil nur untersucht wird, was beim Kauen gerade abgerieben wird.
Wer z.B. eine komplette Kronenversorgung als Zahnersatzmaterial trägt, wird im Kaugummitest keinerlei Quecksilberbefund aufweisen. Wenn die Kronen aber z.B. auf Amalgamstümpfen aufgebaut wurden, ist der Körper unsichtbar weiter dauerhaft mit einer Quecksilberfreisetzung belastet!
Wer lange viel Amalgam trug, hat fast immer hohe Quecksilberspiegel im Körper. Wer unerfüllten Kinderwunsch hat, sollte immer auch eine Schwermetalluntersuchung nach obigen Kriterien durchführen lassen!
Wer Quecksilber mit Dimaval ausleiten will, sollte in den letzten Wochen vor der Ausleitung Selen meiden, da es auch die chemische Quecksilber - Ausleitung durch die o.a. Komplexbildung blockiert.