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Vitamin B1 - Thiamin

Im 17. Jahrhundert wurden erstmals die Auswirkungen eines Thiamin- oder Aneurinmangels in der Literatur beschrieben. Die Mangelkrankheit heißt Beriberi und kann bei fortbestehendem Mangel zum Tode führen.

Thiamin ist Bestandteil der kornnahen Getreidehaut oder Silberhaut, die beim geschälten Reis und Getreide entfernt ist. Da es nicht im Körper gespeichert werden kann und der Verbrauch belastungs- und streßabhängig ansteigt, ist auf eine regelmäßige Zufuhr zu achten.
Thiamin kommt sonst noch in Fleisch, Hefe und in verschiedenen Gemüsen vor.

Die tägliche Zufuhr von Vitamin B 1 liegt nach den Empfehlungen der DGE bei 1,3 mg. Die internationalen Empfehlungen liegen bis zu 250fach höher, z.B. bei Leibovitz mit 100 mg und bei Allen bei bis zu 300 mg pro Tag. Orale Überdosierungen machen keinerlei Nebenwirkungen.  

Da B 1 hitzelabil ist, d.h. es wird durch Kochen zerstört, ist eine regelmäßige Rohkost - Zufuhr anzustreben.

Sowohl in der Schwangerschaft als auch in der Rekonvaleszenz und unter körperlichen und seelischen Belastungen liegt ein erhöhter Bedarf vor.

Bei Darm- und Leberkrankheiten, bei Nervenkrankheiten wie Polyneuropathien und im Alter sollte auf regelmäßige Zufuhr von Vitamin B 1 geachtet werden.