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Vitamin B3 - Niacin

Niacin oder Nicotinamid ist der wissenschaftliche Name des Vitamin B 3. Bei Mangel kommt es zur Pellagra, das ist eine fortschreitende Haut- und Schleimhauterkrankung, die im Verlauf mit chronischen Durchfällen und Hautgeschwüren zum Tode führen kann.

Es ist unter anderem in Milch und Fleisch sowie in Getreiden enthalten. Andere Getreidebestandteile hemmen jedoch die Freisetzung oder erhöhen den Bedarf in der Verdauung.
Mangel entsteht sicher bei einseitiger Mais- oder Hirseernährung, weil diese Getreide relativ wenig B 3 enthalten und vermehrt bei der Verdauung verbrauchen.

Die tägliche Zufuhr von Vitamin B 3 liegt nach den Empfehlungen der DGE bei 18 mg. Die internationalen Empfehlungen liegen bis zu 40fach höher, z.B. bei Leibovitz mit 300 mg und bei Allen bei bis zu 750 mg pro Tag.
Für extreme Überdosierungen sind Hautrötungen als Nebenwirkungen beschrieben, die aber bei Absenkung auf 400 mg pro Tag zügig abklingen.

Vitamin B 3 kann bei psychischen Störungen sehr hilfreich sein. Dazu gehören Merkstörungen genau so wie Schizophrenien oder Depressionen.

Eine schützende Wirkung wird bei Krebserkrankungen und bei Herzerkrankungen wie Kardiomyopathien diskutiert.

Einseitige Ernährung führt ebenso wie chronische Darmerkrankungen, Alkoholismus oder Zustand nach Darmoperationen zu einem deutlich erhöhten Bedarf an Vitamin B 3.