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Zink

Mit 2 - 3 g Zink im Gesamtbestand des Körpers ist das Zink nach dem Eisen unser zweitwichtigstes Spurenelement. Die Wechselwirkungen des Zink sind für ca. 100 verschiedene Enzyme und Hormone im Körper bekannt. Daraus wird klar, daß ein Zinkmangel sehr vielfältige Auswirkungen haben kann.
Zink wird hauptsächlich durch Fleischkonsum aufgenommen. Vegetarier leiden häufiger wegen des geringeren Zinkangebotes im Getreide, aber auch wegen Wechselwirkungen der Enzymsysteme bei der Getreideverdauung im Darm, unter Zinkmangel.

Zink - Mangelerscheinungen zeigen sich z.B. durch Haarausfall, Fruchtbarkeitsstörungen, Wundheilungsstörungen, Wachstumsverzögerungen und ausgeprägte Abwehrschwäche bzw. Infektanfälligkeit.

Der mittlere Zink - Tagesbedarf wird mit 5 bis 25 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa in Normalkost liegt zwischen ca. 5 und 15 mg. Daraus ergibt sich die zwingende Notwendigkeit für eine regelmäßige zusätzliche Aufnahme von Zink für Schwangere und stillende Frauen sowie für Kinderwunschpaare und bei neurologischen oder Muskel - Störungen.

In den USA hat die hypoallergene orthomolekulare Therapie auch ihre allgemein anerkannte Berechtigung in der Neurologie und Psychiatrie. Gerade Zink wird oft zusammen mit Mangan gern bei unterschiedlichen Nervenerkrankungen gegeben.

Bei der Behandlung von Krebserkrankungen sowie zur Stärkung der Immunabwehr ist Zink unerläßlich. Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Kinderwunschpaaren hat Zink neben Chrom, Jod, Mangan, Molybdän und Selen einen gesicherten Platz in meiner Praxis. Wir führen in solchen Fällen jedoch auch immer einen Schwermetalltest auf Quecksilber, Blei und Kupfer im Urin durch.
Bei erhöhten Schwermetallwerten kommt dann als ganz wichtige Therapievoraussetzung erst eine Dimaval - Schwermetallausleitung mit Mineralstoffersatz zum Zuge, ehe weitere naturheilkundliche Therapien zur Verbesserung der Hormonellen Regulationsstörungen eingesetzt werden.
Chemisch definierte Hormone oder Hormonspritzen haben Kinderwunsch - Patientinnen in meiner Praxis noch nie erhalten! Trotzdem ist unsere älteste Schwangere im 42. Lebensjahr erfolgreich entbunden worden!
Anzustreben ist eine Nahrungsergänzung mit Zink in 2 - 3 Zyklen von jeweils 2 -3 Monaten pro Jahr. Dabei sind zu Beginn für 1 Woche meist 2 -3 mal pro Tag 25 mg Zink in Einzelgaben zum Essen zu geben. Die weitere Behandlung wird mit 25 mg Zink pro Tag fortgeführt.

Da Zink viele Menschen besonders wach macht, bietet sich oft die Einnahme am Morgen an.
Zink optimiert die Infektabwehr. Deshalb ist die Gabe von 150 mg pro Tag für vier bis 6 Tage bei hochfieberhaften Infekten wie z.B. bei Grippe, aber auch bei einer eitrigen Bronchitis oder bei Ohrekzemen indiziert.

Meine Leistungssportler haben in bestimmten Wettkampfsituationen schon annähern 500 mg Zink pro Tag sehr gut toleriert und haben sich dadurch trotz eines Unfalls bei einer Weltmeisterschaft eine Silbermedaille ersegelt! Eine Schwangere, die es besonders gut mit sich meinte, hat auch ca. 4 Wochen lang 500 mg Zink ohne Schaden für beide toleriert.